Die Strategie
Das Trend-Surfer Portfolio verfolgt einen marktphasenoptimierten Trendfolgeansatz, der auf dem klassischen Prinzip der Trendfolge von Nicolas Darvas basiert und der durch eine Marktphasen-Optimierung verfeinert wird.
Nach dem Motto: „Jede neue Trendaktie markiert irgendwann ein neues Allzeithoch“ werden mittels spezieller Börsensoftware die globalen Aktienmärkte nach potenziellen Kandidaten durchsucht, die unter hohem Handelsvolumen neue Preishochs markieren. Im Fokus stehen dabei Aktien mit überdurchschnittlicher relativer Stärke zum Gesamtmarkt, was ein hohes Investoreninteresse indiziert.
Zudem wird der Markt nach der Minervini-Methode auf Umkehrmuster gescannt, um interessante Turnaround-Kandidaten zu entdecken.
Der Investitionsgrad des Gesamt-Portfolios und die Größe der Einzelpositionen ist abhängig von der jeweiligen Marktphase, also dem Aspekt, ob sich der Markt in einem Aufwärts, Abwärts- oder Seitwärtstrend befindet.
Steht die Börsenampel auf „grün“, wird eine hohe Aktiengewichtung gefahren, wohingegen bei fallenden Märkten die Long-Positionen entsprechend reduziert bzw. Short-Zertifikate eingesetzt werden, um das Portfolio vor Preisrückgängen zu schützen.
Starke Verluste in Einzelaktien werden durch eine Risikomanagementstrategie frühzeitig begrenzt.
Die Trend-Surfer Strategie ist also ein konservativer Investment-Ansatz, bei dem Kapitalerhalt grundsätzlich im Vordergrund steht.
Prozess der Aktienauswahl

Die Aktienauswahl erfolgt nach einem klaren und nachvollziehbaren Prozess:
In der Peer-Group-Analyse wird geprüft, wie sich ein Unternehmen im Vergleich zu seinen wichtigsten Wettbewerbern schlägt. So lässt sich erkennen, wer in seiner Branche beim Umsatzwachstum und der Gewinnentwicklung führend ist.
Anschließend folgt die Sektor-Analyse, bei der untersucht wird, wie sich die jeweilige Branche im aktuellen Börsenumfeld entwickelt. Unternehmen profitieren vor allem dann, wenn der gesamte Sektor im Aufwärtstrend ist und vermehrt Kapitalzuflüsse von Investoren verzeichnet.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Qualität des Managements. Hierbei steht im Mittelpunkt, ob die Unternehmensführung langfristig denkt, transparent handelt und in der Vergangenheit bewiesen hat, dass sie auch in schwierigen Phasen die richtigen Entscheidungen trifft.
Besonders wichtig ist Bewertung der Zukunftsaussichten eines Unternehmens. Dabei wird geprüft, ob das Unternehmen gut positioniert ist, um von zukünftigen Trends, Innovationen und neuen Märkten zu profitieren. Ziel ist es, Firmen zu identifizieren, die auch in den kommenden Jahren nachhaltig wachsen und ihren Wert steigern können, was Kurspotential bietet.
Die Analyse von Insider-Trades liefert wertvolle Hinweise auf die Einschätzung des eigenen Unternehmens durch das Management. Kaufen Führungskräfte selbst Aktien ihres Unternehmens, gilt das häufig als Vertrauensbeweis und als Hinweis darauf, dass sie von einer positiven zukünftigen Entwicklung überzeugt sind.
Abschließend werden die Bewertungskennziffern analysiert, um festzustellen, ob der aktuelle Aktienkurs in einem fairen Verhältnis zu Umsatz, Gewinn und Zukunftschancen steht.
Prozess der Marktphasenbestimmung

Die Marktphasenbestimmung ist ein zentraler Bestandteil der Trend-Surfer-Strategie. Sie hilft dabei, die aktuelle Börsenlage richtig einzuordnen und den Investitionsgrad der Strategie flexibel an das Marktumfeld anzupassen.
Ein wichtiger Faktor ist die Inflations- und Leitzinsentwicklung, da sie maßgeblich bestimmt, wie attraktiv Aktien im Vergleich zu anderen Anlageklassen sind. Steigen die Zinsen, wird Kapital häufig in festverzinsliche Anlagen umgeschichtet, während fallende Zinsen Aktienmärkte beflügeln können.
Auch die Notenbankpolitik spielt eine entscheidende Rolle. Eine lockere Geldpolitik mit niedrigen Zinsen sorgt für zusätzlichen Rückenwind an den Märkten, während restriktive Maßnahmen und Zinserhöhungen eher dämpfend wirken.
Darüber hinaus wird die Stimmung der Anleger durch eine sogenannte Sentiment-Analyse untersucht. Sie zeigt, ob der Markt von übermäßigem Optimismus oder starker Vorsicht geprägt ist – beides kann Hinweise auf eine bevorstehende Trendwende liefern.
Ein weiterer Indikator ist die Positionierung der Profis, also großer institutioneller Investoren wie z.B. Fondsmanager. Wenn diese ihr Engagement an den Märkten stark erhöhen oder reduzieren, deutet das häufig auf eine veränderte Markteinschätzung hin.
Ergänzend werden die Entwicklungen bei Rohstoffen, Währungen und Anleihen beobachtet, um zu erkennen, wohin das globale Kapital fließt und welche Anlageklassen derzeit bevorzugt werden. Diese Inter-Market-Analyse liefert wichtige Hinweise auf die Stärke oder Schwäche einzelner Märkte.
Abschließend wird der Börsenzyklus betrachtet und die laufende Sektor-Rotation analysiert. Dadurch lässt sich erkennen, in welcher Phase sich der Markt befindet und welche Branchen aktuell besonders gute Chancen auf überdurchschnittliche Kursentwicklungen bieten.